Sex an Silvester – noch 29 Minuten bis Mitternacht

·11 Min. Lesezeit

Um 23:31 Uhr sagte eine fremde Frau in der Küche meines besten Freundes zu mir: „Wenn du mich vor Mitternacht nicht küsst, such ich mir jemand anderen“, und ich hatte die Wahl zwischen einem Mettigel und dem besten Jahreswechsel meines Lebens.

Ich nahm nicht den Mettigel.

Aber der Reihe nach.

Ich heiße Kai, bin 36 und Pyrotechniker. Zehn Jahre lang habe ich Silvester auf irgendwelchen Dächern, Pontons und Hotelterrassen verbracht, mit Zündpult, Funkgerät und Ohrenschützern, und um Mitternacht habe ich Knöpfe gedrückt, damit andere Leute sich küssen können. Dieses Jahr nicht. Dieses Jahr hatte meine Firma die große Show an einen jüngeren Kollegen gegeben, und ich hatte zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt frei. Ich wusste nicht, was man da macht. Mo wusste es.

„Du kommst zu mir“, sagte er. „Dachgeschoss, Neukölln, zwanzig Leute, Raclette. Und du drückst keinen einzigen Knopf.“

Also stand ich um halb zehn in Mos Wohnung, mit einer Flasche alkoholfreiem Sekt, weil ich an Silvester seit zehn Jahren nüchtern bin und mir das nicht mehr abgewöhnen konnte. Die Wohnung war voll. Musik aus einer Box, Lichterketten, ein Raclettegrill auf dem Esstisch, um den sich zu viele Leute drängten. Und in der Küche, an die Arbeitsplatte gelehnt, eine Frau, die eine Club-Mate aus der Flasche trank und aussah, als würde sie gleich jemandem eine Diagnose stellen.

Schwarze Haare, die sie mit einem Kugelschreiber hochgesteckt hatte. Ein schwarzes Kleid, eng, kurz, mit nackten Schultern. Rote Lippen. Turnschuhe. Ein Gesicht, das gleichzeitig müde und hellwach aussah, und dunkle Augen, die mich von oben bis unten checkten, als ich reinkam, und dann einfach auf mir liegen blieben.

„Du bist der Feuerwerker“, sagte sie.

„Pyrotechniker.“

„Mo hat gesagt, du bist der Typ, der jedes Jahr die Raketen über dem Brandenburger Tor zündet.“

„Bis letztes Jahr. Und du?“

„Ich bin die, die jedes Jahr die Finger von Idioten wieder annäht, die deine Raketen nachmachen wollen.“ Sie hob die Mate-Flasche. „Selin. Notärztin. Erstes freies Silvester seit acht Jahren.“

„Bei mir zehn.“

„Dann sind wir die zwei Einzigen hier, die keine Ahnung haben, was man um Mitternacht macht.“

„Ich hab gehört, man küsst sich.“

Sie sah mich an. Lange. Dann trank sie einen Schluck und grinste. „Hab ich auch gehört.“

Selin war 34, das erzählte sie mir zwischen zwei Portionen Raclettekäse, die sie mit bloßen Fingern aus dem Pfännchen zog. Sie arbeitete auf einem Rettungswagen in Kreuzberg und hatte die letzten acht Silvesternächte mit Verbrennungen, abgerissenen Fingerkuppen und Betrunkenen verbracht, die mit Böllern im Mund Fotos machen wollten. „Ich hasse Silvester“, sagte sie. „Jedes Jahr. Und dieses Jahr wollte ich einmal wissen, wie es sich von der anderen Seite anfühlt.“

„Und?“

„Bisher Raclette.“ Sie leckte sich den Käse vom Daumen, ganz langsam, und sah mich dabei an. „Ich hoffe, es wird noch besser.“

Ich hatte einen Ständer. Um 22:40 Uhr, in einer Küche voller Leute, neben einem Mettigel, hatte ich einen Ständer wegen einer Frau, die sich Käse vom Daumen leckte. Ich stellte mich so an die Arbeitsplatte, dass es keiner sah. Sie sah es trotzdem. Ihr Blick ging kurz runter, dann wieder hoch, und ihr Grinsen wurde breiter.

„Interessant“, sagte sie.

„Halt die Klappe.“

„Ich bin Ärztin. Ich beobachte nur.“

Danach wurde es schlimmer. Oder besser, je nachdem. Wir redeten den ganzen Abend, und sie stand immer ein bisschen zu nah. Beim Bleigießen, das Mo mit Wachs machte, weil Blei inzwischen verboten ist, lehnte sie sich an meinen Arm und ihre Titte drückte gegen meinen Ellbogen, weich, ohne BH unter dem Kleid. Beim Tanzen im Wohnzimmer legte sie mir die Hände auf die Hüften und zog mich an sich, und ich spürte ihren Bauch an meinem Schwanz und hörte, wie sie leise lachte. Und um 23:31 Uhr, in der Küche, wo wir für einen Moment allein waren, stellte sie mich vor die Wahl.

„Wenn du mich vor Mitternacht nicht küsst, such ich mir jemand anderen.“

„Vor Mitternacht?“

„Um Mitternacht küssen sich alle. Das ist langweilig. Ich will vorher.“

Ich küsste sie. Gegen den Kühlschrank, ihre Mate-Flasche fiel um und rollte über die Arbeitsplatte, und es war mir scheißegal. Sie küsste zurück, hart, mit Zunge, die Hände sofort in meinen Haaren, und biss mir in die Unterlippe, bis ich aufstöhnte. Sie schmeckte nach Mate und Käse und nach etwas Süßem, das ich nicht kannte.

„Okay“, sagte sie atemlos, als wir uns losließen. „Das war gut. Und jetzt die eigentliche Frage.“

„Welche?“

„Wie gut kennst du Mos Wohnung?“

Ich kannte sie gut. Ich hatte beim Einzug geholfen. Am Ende des Flurs, hinter dem Bad, lag ein kleines Zimmer, das Mo „Büro“ nannte und in dem er seine Fahrräder, seine Bügelwäsche und ein altes Schlafsofa aufbewahrte. Es hatte ein Schloss. Und es hatte ein Dachfenster, durch das man nichts sah außer Himmel.

„Gut genug“, sagte ich.

„Dann zeig’s mir.“ Sie legte mir die Hand flach auf den Schritt, mitten in der Küche, nur für eine Sekunde, und drückte zu. „Ich will dich ficken, Kai. Jetzt. Bevor das Jahr rum ist. Willst du auch?“

„Ja“, sagte ich. „Scheiße, ja.“

Es war 23:34 Uhr, als ich hinter uns abschloss.

Das Zimmer war dunkel und kühl und roch nach Fahrradkette und Weichspüler. Durch das Dachfenster fiel orangefarbenes Licht von der Stadt, und draußen knallten schon die ersten Böller, die Ungeduldigen, die nie bis Mitternacht warten können. Selin schob mich gegen die Tür und küsste mich, und ihre Hände waren überall, an meinem Gürtel, an meinem Reißverschluss, und dann in meiner Hose, und als sie meinen Schwanz in die Hand nahm, musste ich mich an der Klinke festhalten.

„Hm“, machte sie in meinen Mund. „Das hab ich mir vorhin schon gedacht.“

„Was?“

„Dass der sich lohnt.“

Sie ging vor mir in die Hocke, zog mir Jeans und Shorts bis zu den Knien runter, und sah zu mir hoch. Rote Lippen, dunkle Augen, der Kugelschreiber noch in den Haaren. Dann leckte sie einmal, ganz langsam, von meinen Eiern bis zur Eichel, und nahm mich in den Mund.

Ich hatte schon geblasen bekommen. Aber nicht so. Sie machte es nass und gierig und laut, mit der Hand am Schaft, die im selben Takt wichste, in dem ihr Kopf sich bewegte, und sie nahm ihn tief, tiefer als ich gedacht hätte, bis ich ihre Kehle spürte, und dann zog sie sich zurück und saugte an der Eichel, bis ich Sterne sah. Draußen krachte eine Rakete. Drinnen hörte man nur ihr Schmatzen und mein Keuchen.

„Selin“, stöhnte ich. „Wenn du so weitermachst, komm ich, bevor du überhaupt …“

Sie ließ ihn mit einem Plopp aus dem Mund gleiten und stand auf. „Dann mach ich nicht so weiter.“

Sie drehte sich um und zog das Kleid hoch. Darunter trug sie einen schwarzen String, und ihr Arsch war rund und fest und so perfekt, dass ich kurz vergaß zu atmen. Sie stützte sich mit beiden Händen auf die Lehne des Schlafsofas und streckte ihn mir entgegen.

„Kondom?“, fragte sie über die Schulter.

„Hosentasche.“

„Du hast eins dabei? Auf einer Raclette-Party?“

„Ich bin Pyrotechniker. Ich hab für alles eine Sicherung.“

Sie lachte, laut und dreckig, und das war das Geilste, was ich an diesem Abend gehört hatte. Ich riss die Packung auf, rollte mir das Ding über, und schob ihren String zur Seite. Sie war klatschnass. Ich zog zwei Finger durch ihre Spalte und sie zuckte zusammen und drückte sich gegen meine Hand.

„Nicht spielen“, sagte sie. „Wir haben keine Zeit. Fick mich.“

Ich setzte meinen Schwanz an und schob ihn in sie rein. Langsam, nur die ersten Zentimeter, und sie stöhnte und warf den Kopf zurück, und der Kugelschreiber fiel aus ihren Haaren und die schwarzen Locken fielen ihr über den Rücken.

„Mehr“, sagte sie. „Ganz.“

Ich gab ihr alles. Mit einem Stoß, bis zum Anschlag, und sie schrie kurz auf und biss sich dann auf den Handrücken, weil auf der anderen Seite der Wand, im Bad, jemand die Spülung zog. Ich packte ihre Hüften und fing an, sie zu ficken. Hart. Sie wollte es hart, das merkte ich an der Art, wie sie sich mir entgegenwarf, wie sie „ja“ zischte bei jedem Stoß, wie ihre Fotze sich um meinen Schwanz krampfte, wenn ich bis ganz hinten kam.

„Härter?“, fragte ich.

„Ja. Härter. Zieh mir an den Haaren.“

Ich griff in ihre Locken, wickelte sie mir um die Faust und zog ihren Kopf nach hinten, nicht fest, nur so, dass sie es spürte. Sie stöhnte so laut, dass ich ihr die andere Hand über den Mund legte, und sie biss mir in die Finger, und ich fickte sie weiter, schneller, das Sofa knallte gegen die Wand, und draußen ging die Knallerei los, immer mehr, immer lauter.

„Wie spät?“, keuchte sie zwischen meinen Fingern.

Ich sah auf die Uhr an meinem Handgelenk. „23:52.“

„Ich will kommen, wenn die Raketen hochgehen. Kannst du das? Du bist doch der Experte für Timing.“

„Ich bin der Experte für Timing“, sagte ich und zog ihn ganz raus.

Sie drehte sich um, empört, mit offenem Mund. Ich drückte sie aufs Schlafsofa, auf den Rücken, und zog ihr den String ganz aus, schob ihr das Kleid bis über die Titten. Sie hatte kleine, feste Brüste mit dunklen Nippeln, steinhart. Ich kniete mich zwischen ihre Beine und leckte sie. Ich hatte acht Minuten, und ich hatte zehn Jahre lang Feuerwerke auf die Sekunde gezündet.

Ich leckte ihren Kitzler, langsam, dann schneller, dann wieder langsam. Ich schob zwei Finger in sie und krümmte sie nach oben, bis ich die raue Stelle fand, und sie bäumte sich auf und krallte die Hände in meine Haare. Ich hörte auf. Ich fing wieder an. Ich brachte sie bis kurz vor die Kante und hielt sie da, und sie fluchte, auf Deutsch und auf Türkisch, und drohte mir Dinge an, die ich mir merkte.

„23:58“, sagte ich und hob den Kopf. Mein Bart war nass von ihr.

„Fick mich“, sagte sie. „Jetzt sofort. Bitte.“

Ich war über ihr und in ihr in derselben Sekunde. Sie schlang die Beine um mich und zog mich rein, so tief es ging, und ich fickte sie, so hart ich konnte, das alte Sofa quietschte und ächzte unter uns, und durch das Dachfenster sah ich, wie der Himmel über Neukölln anfing zu brennen. Draußen fingen die Leute an zu zählen. Durch die Tür, aus dem Wohnzimmer, hörten wir Mo brüllen: „ZEHN! NEUN!“

„Nicht aufhören“, keuchte Selin. „Bitte nicht aufhören.“

„ACHT! SIEBEN!“

Ich rieb ihren Kitzler mit dem Daumen. Sie hatte die Augen weit offen und sah mich an.

„SECHS! FÜNF! VIER!“

Sie fing an zu zittern.

„DREI! ZWEI!“

„Jetzt“, sagte ich.

„EINS!“

Sie kam. In dem Moment, in dem die ganze Stadt explodierte. Sie schrie, und niemand hörte es, weil draußen tausend Raketen gleichzeitig hochgingen und das Dachfenster vor lauter Licht weiß wurde, rot, grün, gold, und ihre Fotze zog sich um meinen Schwanz zusammen, so hart und so lange, dass ich nicht mehr konnte. Ich spritzte ab, tief in ihr, in das Kondom, mit einem Brüllen, das in der Knallerei unterging, und stieß weiter, bis nichts mehr kam.

Wir lagen da, keuchend, verschwitzt, und über uns explodierte das neue Jahr.

„Frohes neues Jahr“, sagte Selin irgendwann.

„Frohes neues Jahr.“

„Das war die beste Mitternacht meines Lebens.“ Sie lachte, außer Atem. „Und du hast keinen einzigen Knopf gedrückt.“

„Einen schon“, sagte ich und strich mit dem Daumen über ihren Kitzler, und sie zuckte zusammen und schlug mir auf die Schulter.

Wir zogen uns an. Sie fand ihren Kugelschreiber unter dem Sofa und steckte sich die Haare wieder hoch, als wäre nichts gewesen. Ihren String fand sie nicht. Der liegt bis heute irgendwo in Mos Bügelwäsche.

Als wir um 0:09 Uhr wieder ins Wohnzimmer kamen, stand Mo mit einer Wunderkerze in der Hand da und sah uns an. Er sah mein Gesicht. Er sah ihre Haare. Er sah, dass ihr Lippenstift jetzt auf meinem Hals war.

„Ihr habt den Countdown verpasst“, sagte er.

„Haben wir nicht“, sagte Selin und nahm ihm die Wunderkerze aus der Hand.

Um halb zwei saßen wir in einem Taxi zu ihrer Wohnung in Kreuzberg. Sie hatte die Hand auf meinem Oberschenkel und die Lippen an meinem Ohr.

„Die erste Runde war für die Uhr“, flüsterte sie. „Die zweite ist für mich. Ich will, dass du mich festhältst. Richtig fest. Die Hände über dem Kopf. Und dass du mir den Arsch versohlst, bis er brennt. Kannst du das?“

„Ich kann das“, sagte ich. „Und wenn du ‚Stopp‘ sagst, ist Stopp. Sofort.“

„Ich weiß.“ Sie biss mir ins Ohrläppchen. „Deshalb frag ich dich ja.“

Ihre Wohnung war klein und warm, mit Büchern auf dem Boden und einem Bett, das zu groß war für das Zimmer. Kaum war die Tür zu, zog sie das Kleid über den Kopf und stand nackt vor mir, nur in Turnschuhen. Ich lachte. Sie nicht. Sie ging zum Bett, legte sich auf den Rücken und streckte die Arme über den Kopf.

„Halt mich fest“, sagte sie.

Ich zog mich aus und legte mich über sie und nahm ihre Handgelenke in eine Hand und drückte sie in die Matratze. Sie stöhnte, sobald sie den Druck spürte. Ich küsste ihren Hals, biss in ihre Schulter, saugte an ihren Nippeln, bis sie sich unter mir wand und nicht wegkonnte, und das machte sie noch geiler, das sah ich an ihren Augen. Mit der freien Hand rollte ich ein Kondom über und schob ihr ein Knie zwischen die Beine.

„Bitte“, sagte sie. „Bitte, Kai.“

Ich fickte sie, die Hände über dem Kopf festgehalten, langsam erst, dann so tief und hart, dass das Bett gegen die Wand schlug. Sie kam einmal, schnell, mit einem Schrei. Dann drehte ich sie auf den Bauch, zog ihren Arsch hoch und schlug zu. Flache Hand, auf die rechte Backe. Sie stöhnte auf.

„Mehr?“

„Mehr. Fester.“

Ich schlug wieder zu, links, rechts, bis ihre Haut rot und heiß unter meiner Hand war, und dazwischen fickte ich sie von hinten, und sie sagte „ja“ und „mehr“ und einmal nur meinen Namen, ganz leise, und das ging mir mehr durch als alles andere. Ich fragte sie zweimal, ob es noch gut sei, und zweimal sagte sie „Hör bloß nicht auf“. Als sie zum zweiten Mal kam, hielt ich sie im Nacken fest, sanft, und sie drückte ihr Gesicht ins Kissen und schrie hinein, und ich kam mit ihr, so heftig, dass mir schwarz vor Augen wurde.

Danach lag sie auf meiner Brust, und ich strich ihr über den heißen, roten Hintern, ganz vorsichtig.

„Tut’s weh?“

„Ein bisschen. Genau richtig.“ Sie hob den Kopf. „Hast du Vorsätze? Fürs neue Jahr?“

„Bisher nicht. Du?“

„Einen.“ Sie grinste. „Nächstes Silvester hab ich wieder frei. Ich hab den Dienstplan schon getauscht. Vor zwei Stunden, auf Mos Klo.“

„Und ich?“

„Du sagst deinem Chef, dass er die Show wieder dem Jüngeren geben soll.“ Sie küsste mich auf die Brust. „Ab jetzt zündest du nur noch für mich.“

Draußen, irgendwo über Kreuzberg, ging eine einzelne verspätete Rakete hoch und zerplatzte in goldenem Regen. Selin sah zum Fenster und dann zu mir.

„Das warst nicht du, oder?“

„Diesmal nicht“, sagte ich. „Aber gib mir ein Jahr.“

Mehr aus Pornogeschichten · Alle Pornogeschichten